Vorschau

Ausstellung 25. April – 16. Mai 2021

Gestickte Hochzeitsdecken aus Mesopotamien

aus der Sammlung von Maya Ilg

Die Ma’dan (auch Sumpf Araber genannt) lebten bis vor ca. 30 Jahren in den Sümpfen südlich von Bagdad. Aus Schilf bauten sie schwimmende Inseln mit Häusern, wie ihre Vorfahren seit Jahrtausenden. Da die Sümpfe Regimegegnern Zuflucht boten, wurden sie ab 1991 von Saddam Hussein trockengelegt. Die Ma’dan verloren ihre Lebensgrundlage und mussten flüchten.

Ein Mudhif (Versammlungsraum) aus Schilf

Vor einigen Jahren hat man begonnen, die Sümpfe wieder zu fluten. Einige Menschen sind zurückgekehrt. Auf Grund der geringeren Wasserstände von Euphrat und Tigris (Staudämme), ist dieses Unterfangen nicht so einfach.

Ob jedoch je wieder Hochzeitsdecken gestickt werden, ist fraglich.